Zitate
Die Völker verlangen Gewissensfreiheit nicht aus Unglauben, sondern aus Sehnsucht nach Glauben.
Christian Karl Josias Freiherr von Bunsen
Willst du ins Unendliche schreiten, Geh nur im Endlichen nach allen Seiten.
Johann Wolfgang von Goethe
Die Gelegenheit hat das Lehrbubenartige, daß man sie beim Schopf fassen muß.
Johann Nepomuk Nestroy
Ein Weiser handelt sofort, ein Dummkopf am Ende. Beide tun dasselbe, aber zu verschiedenen Zeiten.
John Emeric Edward, 1st Baron Acton of Aldenham Dalberg
Die wahre Philosophie wird sich dadurch bewähren, daß die unzählbaren Widersprüche, von denen die Welt (aus jedem andern Standpunkt gesehn) voll ist, in ihrem Lichte sich auflösen und verschwinden, hingegen Zusammenhang und Übereinstimmung überall zu finden sind.
Arthur Schopenhauer
Hier liegt jemand begraben, der seinen Namen ins Wasser schrieb.
John Keats
Ein Schauspiel für Götter, Zween Liebende zu sehn! Das liebste Frühlingswetter Ist nicht so warm, so schön.
Johann Wolfgang von Goethe
Wer in der Jugend konnte das Kalb bezwingen, dem wird es auch später mit dem Ochsen gelingen.
Petronius Gajus Arbiter
Eine Stunde ehrlichen ernsten Denkens ist wertvoller als ganze Wochen entzückter Anbetung, wenn diese sich nicht in Handlungen offenbart.
William Lloyd Garrison
Wir gewinnen eine größere Kraft der Überzeugung, wenn wir das, was andere vor uns verkündet haben, sorgfältig auslesen und erklären, als wenn wir es selber nochmals auf unsere Weise mühselig sagen.
John Ruskin
Lessing, der mancherlei Beschränkung unwillig fühlte, läßt eine seiner Personen sagen: Niemand muß müssen. Ein geistreicher frohgesinnter Mann sagte: Wer will, der muß. Ein dritter, freilich ein Gebildeter, fügte hinzu: Wer einsieht, der will auch. Und so glaubte man den ganzen Kreis des Erkennens, Wollens und Müssens abgeschlossen zu haben. Aber im Durchschnitt bestimmt die Erkenntnis des Menschen, von welcher Art sie auch sei, sein Tun und Lassen; deswegen auch nichts schrecklicher ist, als die Unwissenheit handeln zu sehen.
Johann Wolfgang von Goethe
Nach bestimmten Gesetzen treten wir ins Leben ein, die Tage sind gezählt, die uns zum Anblicke des Lichts reif machen, aber für die Lebensdauer ist kein Gesetz. Der schwächste Lebensfaden zieht sich in unerwartete Länge, und den stärksten zerschneidet gewaltsam die Schere einer Parze, die sich in Widersprüchen zu gefallen scheint.
Johann Wolfgang von Goethe
Es werden vielleicht ebensoviele Ehen in der Hölle als im Himmel geschlossen.
Unbekannt
Das eigene Ideal Allen gehört, was du denkst, dein eigen ist nur, was du fühlest, Soll er dein Eigentum sein, fühle den Gott, den du denkst.
Friedrich von Schiller
Wenn Künstler von Natur sprechen, subintelligieren sie immer die Idee, ohne sich's deutlich bewußt zu sein.
Johann Wolfgang von Goethe
Wir sind nicht klein, wenn uns die Umstände zu schaffen machen, nur, wenn sie uns überwältigen.
Johann Wolfgang von Goethe
Das charakterlose Talent bringt es in allem und jedem zum Virtuosentum, nie aber zur Künstlerschaft.
Johannes Scherr
Zweierlei Philosophie gibt es: eine, die von Tatsachen ausgeht – und eine, die wertlos ist.
Otto Weiss (auch: Weiß)
Die Frauen leben die Poesie; wir Männer begnügen uns, sie zu bewundern. Wir lassen uns von dem Dichter läutern, begeistern; aber die Frauen lieben ihn; denn die ganze Musik der Poesie, nur in Frauenseelen klingt sie wieder.
Johannes Scherr
Genug des Leides, wenn es da ist.
Talmud
Jeder hat etwas in seiner Natur, das, wenn er es öffentlich ausspräche, Mißfallen erregen müßte.
Johann Wolfgang von Goethe
Jeder Mensch fühlt sich privilegiert. Diesem Gefühl widerspricht 1. die Naturnotwendigkeit, 2. die Gesellschaft. ad 1. Der Mensch kann ihr nicht entgehen, nicht ausweichen, nichts abgewinnen. Nur kann er durch Diät sich fügen und ihr nicht vorgreifen. ad 2. Der Mensch kann ihr nicht entgehen, nicht ausweichen; aber er kann ihr abgewinnen, daß sie ihn ihre Vorteile mitgenießen läßt, wenn er seinem Privilegiengefühl entsagt.
Johann Wolfgang von Goethe
Von Erde zu Erde – was soll ich klagen? Hat doch dazwischen so überviel Segen, Sonne Leben und Liebe gelegen.
Carl Hermann Busse
Jeder Tag hat seine Plage, Und die Nacht hat ihre Lust.
Johann Wolfgang von Goethe
Ich lebe nicht in mir allein, ich werde Teil von dem, was mich umgibt.
George Gordon Byron
Nie übertreiben! Es ist ein wichtiger Gegenstand unserer Aufmerksamkeit, nicht in Superlativen zu reden; teils um nicht der Wahrheit zu nahe zu treten, teils um nicht unseren Verstand herabzusetzen.
Baltasar Gracián y Morales
Licht und Geist, jenes im Physischen, dieser im Sittlichen herrschend, sind die höchsten denkbaren unteilbaren Energien.
Johann Wolfgang von Goethe
Die Blume lebt und liebt und redet eine wunderbare Sprache.
Peter Rosegger
Meine Freunde teile ich in Hoffer und Verzweifler.
Johann Wolfgang von Goethe
Gott ist in Kreaturen unbegreiflich, doch kann man ihn in seinem Worte fühlen und betasten; wiewohl ers nicht macht, wie wir gern wollten, denn er hält nicht unsere Geometrie, Meß- und Rechenkunst.
Martin Luther
Einen gerüsteten, auf die Defensive berechneten Zustand kann kein Staat aushalten.
Johann Wolfgang von Goethe
Es ließe sich alles trefflich schlichten, Könnte man die Sachen zweimal verrichten.
Johann Wolfgang von Goethe
Wie kann man verlangen, daß die Menschen Anstrengungen machen sollen, um sich in ihrem Fache zu vervollkommnen, wenn der Ruf nicht ihre Belohnung dafür ist?
Friedrich II., der Große
Es ist ein Beweis von Klugheit eines jungen Menschen, wenn er nicht blindlings seinen Neigungen folgt, seine Liebhabereien vielmehr einzuschränken weiß, sobald er sieht daß die Folgen, welche sie nach sich ziehen, jemandem nachteilig sein könnten.
Friedrich II., der Große
Glaube, Liebe, Hoffnung fühlten einst in ruhiger, geselliger Stunde einen plastischen Trieb in ihrer Natur; sie befleißigten sich zusammen und schufen ein liebliches Gebild, eine Pandora im höhern Sinne: die Geduld.
Johann Wolfgang von Goethe
Wenn wir die Erde wiedergefunden, wenn wir uns daran wieder befestigt haben werden, dann tritt unsere Bildung wieder an ihre rechte Stelle. Der Geist wird dann wieder einen festen Punkt auf Erden haben, er wird diese Erde lieb gewinnen, die er einst entgötterte.
Ernst Moritz Arndt
Die Genügsamkeit des Publikums ist nur ermunternd für die Mittelmäßigkeit, aber beschimpfend und abschreckend für das Genie.
Friedrich von Schiller
Gott hat die Gradheit selbst ans Herz genommen, Auf gradem Weg ist niemand umgekommen.
Johann Wolfgang von Goethe
Ja, es ist zugleich mit dem Kunstsinn der sittliche, welcher große Erneuerung erleidet.
Johann Wolfgang von Goethe
Jede große Idee, die als ein Evangelium in die Welt tritt, wird dem stockenden pedantischen Volke ein Ärgernis und einem Viel-, aber Leichtgebildeten eine Torheit.
Johann Wolfgang von Goethe
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