Zitate
In der Rache kommen die verborgenen Charakterseiten ans Licht.
Wilhelm Vogel
Da die Philosophie die Frucht langer Überlegung und das Resultat eines ganzen Lebens ist, so kann und soll sie niemals dem Volk geboten werden, das immer am Anfang des Lebens steht.
Antoine de Rivarol
Die Buchdruckerkunst ist die Artillerie des Denkens.
Antoine de Rivarol
Wird die Freiheit wiedergewonnen, so ist die Erbitterung heftiger, sind die Wunden tiefer, als wenn man sie verteidigt.
Niccoló Machiavelli
Mit nichts kann man sich mehr versündigen als mit Klagen, wo man doch alle Ursache hätte, Gott zu loben und zu preisen.
Jeremias Gotthelf
Die griechischen und römischen Geschichtsschreiber haben die Geschichte großartig behandelt als ein Mittel, den Gedanken an das Großartige zu verewigen und durch das Großartige die Nation aufzufrischen und zu großen Taten anzuspornen.
Anton Friedrich Justus Thibaut
Der Mensch findet sich mitten unter Wirkungen und kann sich nicht enthalten, nach den Ursachen zu fragen; als ein bequemes Wesen greift er nach der nächsten als der besten und beruhigt sich dabei; besonders ist dies die Art des allgemeinen Menschenverstandes.
Johann Wolfgang von Goethe
Es gibt eine Blüte auch bei Runzeln.
Apollonius von Rhodos
Es gibt Leute, deren Unwissenheit so groß ist, daß sie einem Übel dadurch abzuhelfen glauben, wenn sie es aufs neue verbieten. Aber weit entfernt, daß dem so sei, kann ich wahrheitsgemäß behaupten, daß neue Gesetze nicht so sehr Heilmittel für die Wirrnis der Staaten, als Zeugnisse ihrer Krankheit und Beweise der Schwäche der Regierung sind. Denn wären die alten Gesetze wohl ausgeführt worden, so wäre es weder nötig gewesen, sie zu erneuern, noch andere zu erlassen.
Armand Jean du Plessis Richelieu
Dauerndes Glück ist Langeweile.
Oswald Spengler
Zwei Seelen und ein Gedanke, zwei Herzen und ein Schlag!
Friedrich Halm
Es gibt sehr ehrliche Leute, die nicht eher glauben, daß sie einen guten Kauf getan haben, bis sie einen Händler betrogen haben.
Anatole France
Auch der Geist hat seine Hygiene. Er braucht sie, wie der Körper, seine Gymnastik.
Honoré de Balzac
Verlangt ein Lehrer jetzt verdienten Dank zu haben, der suche schwarzen Schnee und weiße Raben!
Andreas Gryphius
Siege und Staatsumwälzungen gehen aus dem unendlichen Planen der Vorsehung hervor. Wir dürfen uns nicht länger dawider sträuben.
Andreas Hofer
Schweigen kann ich, aber nicht gegen meine Überzeugung handeln und schreiben.
Georg Forster
Es lebt ein tief Gefühl im Manne, und Gott hat es gepflanzt in den Mann, daß er, um zu kämpfen mit des trügerischen Meeres wilden Wellen, um zu besiegen die andringende Welt, eine zweite Seele bedürfe; daß er ein Weib bedürfe, um sich in dieser Welt zu schaffen und zu gründen ein bleibend Denkmal, die schönste Ehrensäule: eine tüchtige Familie, selbst gewurzelt in der Erde und kühn und fromm hoch zum Himmel auf die Häupter hebend.
Jeremias Gotthelf
Du hast erst den Kelch des Lebens an die Lippen gesetzt; jetzt betäubt dich der erste Schauer vor der Bitterkeit des Trankes; – herunter damit – die Betäubung wird weichen. Es setzt doch niemand das Glas ab, ehe die Neige geleert ist.
Wilhelm Raabe
Wir trauen uns das Äußerste an Kraft zu, wo es sich um unser Recht, in der Regel aber nur das gebührende Maß, wo es sich um unsere Pflicht handelt.
Karl Ferdinand Gutzkow
Die einzige Grenze für unser Wissen bildet das Nichtwissen.
Dr. Rudolf Virchow
Der Geist der Religion wohnt nicht in den Schalen der Dogmatik.
Matthias Claudius
Das Evangelium ist ein Amboß, der schon manchen Hammer zerbrochen hat und noch viele brechen wird.
Carl Hilty
Die Majorität, dieses Arkanum (Geheimnis) des konstitutionellen Systems.
Otto Eduard Leopold Fürst von Bismarck
Die wahre Vermählung aufrichtiger Seelen besteht zwischen zwei Menschen, die einen genau gleich gestimmten Sinn für Humor oder Ironie haben, so daß ihre gemeinsamen Blicke auf irgendein beliebiges Thema sich bündeln, wie die aufeinandertreffenden Strahlen von Suchscheinwerfern.
Edith Wharton
Der bedeutende Mensch kommt mit der Zeit auf eine gewisse Höhe, wo ihm niemand mehr eine aufrichtige Meinung sagt. Dann wird es ihm ein ganz besonderer Segen sein, sich darnach selbst umzuthun.
Karl Ferdinand Gutzkow
Die Fama ist ein Mikroskop der Tat.
Unbekannt
Beugt Ihr Euch jedem Geschehen, Ihr Frommen, als himmlischem Ratschluß – dürft ihr den Zweifler nicht schmähen – preisen den Edlen nicht mehr. Allmacht, wie Ihr sie versteht, sie schuf ja Gerechte wie Sünder. Schuldlos vor ihr ist der Schelm, töricht, wer richtet, wer straft. Angst oder Wahn steigt so, nicht Andacht, empor im Gebete. Und seinen Gott in der Brust hütet der Zweifler allein.
Arthur Schnitzler
Von Kindern, Jünglingen und Jungfrauen können Gelehrte gar vieles lernen; besonders lernen können sie, was not tue, die Menschheit zu lehren und wie man sprechen müsse, um nicht unnütz Wortkram zu machen.
Christian Oeser
Der, welcher nicht Macht genug hat, einen Jeden im Volk gegen den Andern zu schützen, [hat] auch nicht das Recht [...], ihm zu befehlen.
Immanuel Kant
Die Schönheit, die Anmut und der Geist sind das Erbteil der Frauen aller Länder und Zeiten.
Arnold Bovet
Man kann sehr viel Glück haben und doch nicht glücklich sein.
Alter Spruch
Man verändert sich oft, aber verbessert sich selten.
Alter Spruch
Wir sind alle Brüder; aber unser aller Schüsselein sind nicht Schwestern.
Alter Spruch
Möge das Ziel, das du anstrebst, nie weiter entfernt sein als der kürzeste Weg zum Himmel.
Altirischer Segenswunsch
Welchem die Götter die Tatkraft, das treibende Bedürfnis, frisch drauf los zu handeln, versagt, den haben sie dafür reichlich mit Grübeleien bedacht, was nicht viel mehr sagen will, als daß, wo der Schaden, auch für den Spott gesorgt ist.
Hans Demetrius von Hopfen
Mögest du nie in Schlaf fallen, wenn du weißt, daß dein Nachbar kein Bett hat.
Altirischer Segenswunsch
Derjenige, der für sich am meisten Freiheit beansprucht, möchte sie am liebsten seinem Nächststehenden entziehen.
Wilhelm Vogel
Der lähmende Einfluß, den kleine Orte so häufig auf den Geist ausüben, ist größtenteils dem Stillstand und den engen Verhältnissen des Lebens im weiteren Sinne zuzuschreiben; ich meine das Leben, das uns nicht unmittelbar berührt, aber doch die Atmosphäre ausmacht, die den gesonderten Existenzen ihre Bedingung stellt. Jeder lebendige Geist bedarf nicht allein innerer, sondern auch äußerer Anregung. Bedeutende Umgebungen erzeugen stets Gedanken, während im ewigen Einerlei alle Kräfte stagnieren müssen.
Amélie Godin
Das allerhöchste Glück genießt: Wer stets mit sich zufrieden ist. Dies Glück erreichst du jederzeit Durch Ordnung und durch Tätigkeit.
Heinrich Martin
Pöbelliteratur Und tränkst du heute Götterwein, – Jüngst noch Genosse, schmutz'ger Zecher – Du schenkst ihn auf die Hefen ein, Die dir dein Gestern ließ im Becher.
Franz Grillparzer
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