Sei doch unverschämt, dann wirst du Erfolg haben.
Jean de La Bruyère


Suche die Liebeslust in deinem Körper zu erschöpfen, das heißt, begatte dich mit deiner rechtmäßigen Frau, damit dein Herz geschwächt werde und von der Begierde nach anderen ablasse.
Buch des Kabus (Qabus-nama)


Der Ruhm ist der Schatten der Tugend, er wird sie begleiten, auch wenn sie sich dagegen zur Wehr setzt.
Lucius Annaeus Seneca


Jedes noch so harte Joch drückt den, der ruhig darunter geht, weniger als den, der widerstrebt. Das einzige Linderungsmittel bei großen Leiden ist, dass man in Geduld der Notwendigkeit gehorche.
Lucius Annaeus Seneca


Jugend vergeht, Wehmut und Trauern im Alter entsteht.
Des Knaben Wunderhorn


Schlagfertigkeit: Wird von Herren mit einer konstitutionellen Abneigung gegen Gewalttätigkeit, aber mit starkem Beleidigungsdrang geübt.
Ambrose Gwinnett Bierce


Schuld! wieviel grausame, ungerechte Marter wird getrieben mit diesem einen Worte! Schuld! Ich spreche es vielleicht aus oder ein anderer in trüber, matter Menschenüberzeugung … und über das heilige Angesicht des Allwissenden geht ein barmherziges Zittern wegen des armseligen törichten Richters da unten, tief da unten, in der letzten Ecke des Weltalls.
Paul Keller


Das Suchen nach Wahrheit, das man mit dem Freien und Werben um sie vergleichen könnte; das Erkennen der Wahrheit, …, der Glaube an die Wahrheit, …, sind die vornehmsten Tugenden des menschlichen Geistes.
Sir Francis von Verulam Bacon


Entweder Gott ist, oder er ist nicht. Worauf wollen Sie setzen?
Blaise Pascal


Meister, wir sind die Pilger, wir gehen immer noch einen Schritt weiter. Denn hinter jenem letzten blauen schneebedeckten Gipfel, jenseits des tosenden, glitzernden Meeres, auf einem Thron oder bewacht in einer Höhle lebt vielleicht der Seher, der weiß, wozu der Mensch geboren ist….
James Elroy Flecker


Wunder geschehen nicht im Widerspruch zur Natur, sondern nur im Widerspruch zu dem, was uns über die Natur bekannt ist.
Augustinus Aurelius


Wenn Form überhaupt tötet, so noch mehr fremde.
Barthold Georg Niebuhr


Dank fordern für längst erwiesene Dienste? … Erpressung! …
Otto Weiss (auch: Weiß)


Die Politik verdirbt den Charakter.
Bernhard Brigl


Lieb ist wohl allen das Licht; aber am liebsten denen, die lange in finsterer Nacht wandelten.
Bernhard von Clairvaux


Zum Lebensweg Willst du tapfer schreiten lernen Mußt du nicht nach Himmelsfernen, Sondern auf die Erde schauen, Und dabei nach klugen Frauen.
Emil Claar


"Der Dichter sagt: ""Was du in deiner Jugend begehrst, hast du im Alter in Fülle!"" Meinte Goethe damit die süßen Schauer deiner ersten idealen Wünsche? Deine träumerischen Hoffnungen auf den Sieg und das Recht der wahren Menschengröße? Mit nichten! – Er meinte, das Alter bringt dir solche Erfüllungen, die dich nicht mehr beglücken. Unter den hochgetürmten Aschehügeln des Alters glimmt und glüht es von weitaus andern Dingen, die du dir, wenn du den Wert, den sie künftig für dich haben sollten, geahnt hättest, in der Jugend viel lieber gewünscht haben würdest."
Karl Ferdinand Gutzkow


Ein Freund, der in der Trauer bei uns ist, ist wie ein Licht in der Nacht, er zwingt uns doch oder gibt uns wenigstens Gelegenheit, die Gegenstände um uns her zu sehen, zu wissen, daß noch eine Welt da ist und wir uns nicht ganz in der Nacht der Einsamkeit vergraben.
Berthold Auerbach


Die Demokratie wirkt am zersetzendsten auf die militärische Organisation. Die militärische Organisation beruht auf der Disciplin; die Demokratie ist die Verneinung der Disciplin!
Ernest Renan


Was will man mit dem alten Rom. Selbst seine Gesetze waren Verbrechen.
Friedrich Hebbel


Die Frauen, die ganz das geblieben sind, was sie von Natur an sind, können uns einzig lehren.
Richard Wagner


Sie sind leicht mit den Gründen zufrieden, wenn ihnen nur die Behauptungen gefallen.
August Pauly


Vergiß die Alten nicht; sie lehren stets die Welt.
Christian Fürchtegott Gellert


Die Redensart, nur lächerlich in ihrem Alltagskleid, wird, wenn sie sich drapiert in Gefühle der Dankbarkeit und Pietät, zur Frevlerin.
Georg von Oertzen


Der zur Tätigkeit geborene Mensch übernimmt sich im Planen und überladet sich mit Arbeiten.
Johann Wolfgang von Goethe


Wenn was auf Erden heilig ist, so ist es eines Helden Wort.
August von Platen-Hallermünde


Niemand ist reich, der das, was er hat, nicht von der Erde mit fortnehmen kann.
Augustinus Aurelius


Wir fassen alles Überirdische nicht durch den Begriff, sondern durch den Glauben.
Berthold Auerbach


Seelen gibt es, die an Sterne mahnen, unbemerkt auf sonn'gen Alltagsbahnen; Dämmerung und Finsternis erst sagen euch, wieviel des Lichts sie in sich tragen.
Anastasius Grün


Vielleicht verdanken wir den Leidenschaften die besten Vorzüge unseres Geistes.
Luc de Clapiers, Marquis de Vauvenargues


Kind, Jugend, Schönheit, Lust entschwindet, nur Liebe blüht ein ew'ger Mai.
Ernst Moritz Arndt


Es gibt eine Sprache, die nicht spricht und doch alles sagt –!
Johann Nepomuk Nestroy


Die moderne Kunst produziert manches, was zu begreifen eine Kunst ist.
Peter Sirius


Arme Maultiere und Esel! Seufzende Kreatur! – Ihr stammt von dem Gesindel, ihr Tierschinder, das einst dort in der Arena (in Verona) die scheußlichsten Kämpfe ansah. – Für was lauft ihr in die Kirchen?
Friedrich Theodor von Vischer


Frauen von Rang und Charakter – ich rede nicht von absolut fleckenlosen – sind ein notwendiger Bestandteil jeder guten Gesellschaft.
Philip Dormer Stanhope Lord Chesterfield


Frauen sind eine Art von Planeten. Sie empfangen ihr Licht von den Männern, haben aber dazu noch ihre eigene Wärme.
August Pauly


Hoffen und gewinnen, verlieren und resignieren, das ist die steigende und fallende Welle des Lebens.
August Pauly


Lerne groß erst sein im Kleinen aber dann im Großen klein, und im Großen wie im Kleinen wird dein Maß das rechte sein.
Friedrich Rückert


Daß wir ein Inneres besitzen, von dem wir die Welt ausschließen können, in das auch kein König einbrechen kann, das ist doch ein herrliches Gefühl!
August Pauly


Haben wir jedoch die Selbstsucht aufgegeben, so bleibt in uns einzig die Liebe zum Gemeinwesen zurück.
Tommaso Campanella