Zitate
Der Jüngling ist vielerlei unbestimmt, der Alte bestimmt einerlei.
Jean Paul
Die körperliche Liebe begehrt Wechsel, die geistige dieselbe Person.
Jean Paul
Die Kinder sind nie so gehorsam, als wenn sie den Elten etwas geschenkt oder sonst eine Freude gemacht haben.
Jean Paul
Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende
Jean Paul
Denn die Menschen, sie sind gut, würden besser bleiben, sollte nicht, wie's einer tut, auch der andre treiben.
Johann Wolfgang von Goethe
Eine Frau, die immer lieben könnte, würde nie veralten.
Jean Paul
So finden wir es oft bei Menschen, die das Schicksal schwer getroffen hat: sie lassen sich von ihrer Einbildungskraft verführen und tun und sagen Dinge, die jeder Vernunft entbehren.
Miguel de Cervantes Saavedra
Spottsucht ist nicht immer das Kind geistiger Überlegenheit. Es gibt eine Dummheit, die, mit Hochmut gepaart, auch Spottsucht zeugt. Ich kenne alte Frauen und junge Leute von fünfzehn Jahren, die sich aus Dummheit über alles lustig machen und empört sind, wenn man ihnen gegenüber die gleichen Waffen anwendet.
Otto von Leixner
Zu viel Demuth ist ein schalkhaffter Hochmuth.
Christoph Lehmann
Gott müßt ihr im Herzen suchen und finden.
Jean Paul
Des Glückes wahrer Wert wird erst erkannt, Wenn es entschwand.
Otto Roquette
Und wir, wenn wir tot sein werden, wir beide, wird man von uns sagen: Sie haben weder Zorn noch Neid gekannt. Ihr Leben war ein grüner Pfad, und leise zueinander sprechend, lächelten sie sich stets an.
Alfred de Musset
Die Liebe hat viele Mysterien, und dies erste Verliebtsein ist auch ein Mysterium, wenn es auch nicht das größte ist – die meisten Menschen sind in ihrer Leidenschaft wie wahnsinnig, sie verloben sich oder machen andre dumme Streiche, und in einem Augenblick ist alles zu Ende, und sie wissen weder, was sie erobert, noch was sie verloren haben.
Søren Aabye Kierkegaard
Jemand, der im Nachdenken darüber, ob er Perron oder Bahnsteig sagen soll, den Zug versäumt.
Wilhelm Raabe
Das sind auf dieser Welt schon wahre Wunder von Biederkeit, von denen man bei vertrautem Umgang keinen üblen Dienst zu fürchten braucht, ohne natürlich je den geringsten Freundesdienst erwarten zu dürfen.
Giacomo Graf Leopardi
Im Schweigen liebt man am glühendsten.
Charles Eugène Vicomte de Foucauld
Der Beweggrund allein bestimmt das Verdienstliche in den Handlungen der Menschen, und die Uneigennützigkeit drückt das Siegel der Vollkommenheit auf.
Jean de La Bruyère
Man rühmt die Großen, um zu zeigen, wie nah man ihnen stehe, selten aus Hochschätzung oder Dankbarkeit.
Jean de La Bruyère
Manche Frau entgeht der Koketterie durch ihre starke Liebe zu einem einzigen Mann – und gilt als Törin wegen ihrer schlechten Wahl.
Jean de La Bruyère
Die Kinder des Glückes, und nun gar vollends die »in Purpur geborenen« erfahren nur selten oder nie jenen schmerzlichen, aber heilsamen Druck der Not, welcher die Muskeln der Seele stählt und ihre Federkraft erhöht.
Johannes Scherr
Der wahre Philosoph muss also als Selbstdenker einen freien und selbsteigenen, keinen sklavisch nachahmenden Gebrauch von seiner Vernunft machen.
Immanuel Kant
Ein kleiner Anfang, der aber Epoche macht, indem er der Denkungsart eine ganz neue Richtung gibt, ist wichtiger, als die ganze unabsehliche Reihe von darauf folgenden Erweiterungen der Kultur.
Immanuel Kant
Das Schicksal wird uns zwar trennen, nicht aber entzweien können.
Jean-Jacques Rousseau
Wie wäre es also: wenn wir das französische Wort »génie« mit dem deutschen »eigentümlicher Geist« ausdrückten; denn unsere Nation lässt sich bereden, die Franzosen hätten ein Wort dafür aus ihrer eigenen Sprache, dergleichen wir in der unsrigen nicht hätten, sondern von ihnen borgen müssten, da sie es doch selbst aus dem Lateinischen (genius) geborgt haben, welches nichts anderes, als einen eigentümlichen Geist bedeutet.
Immanuel Kant
Nicht auf den Hahnenschrei fängt's an zu tagen, sondern der Hahn kräht darum, weil es tagt.
Imre Madách
Der Mensch soll zur Selbsttätigkeit im Dienste des Wahren und Guten gebracht werden.
Adolph Diesterweg
Es ist gut und nützlich, die Äcker und Wege des Lebens mit den Grenzpfählen guter Grundsätze zu verwahren, damit die Menschen wissen, wie weit sie ausschreiten dürfen.
Heribert Rau
Auch die Ehe ist nur ein Weg, auf dem Gott auf uns zukommen will. Wo das vergessen wird, wo man die Ehe als ein letztes nimmt, als Ziel sieht, da wird ihr Sinn verfehlt. Immer weist sie über sich hinaus.
Anna Ritter
Welchen Sturm gefährlicher Gedanken weckst du in meiner stillen Brust.
Friedrich von Schiller
Frage die Sonne, was sie davon hat, Tag und Nacht um die Erde zu gehen. Und siehe, die geht! fröhlich wie'n Bräutigam, und von Aufgang bis Niedergang triefen ihre Fußstapfen von Segen.
Matthias Claudius
Wie die Krawatte – so der Mensch.
Honoré de Balzac
Freiheit, auch in den Regungen des äußerlichen Lebens, ist der Boden, in welchem die höhere Bildung keimt.
Johann Gottlieb Fichte
Ist es nicht eine abgeschmackte Lüge, im Tone einer Straßenordnung einfach zu verkünden: Die Menschen sind frei und gleich geboren!? Nein, sie sind nicht frei und gleich geboren, sondern sie kommen in Abhängigkeiten und Verschiedenheiten aller Art, die von ihrer Existenz selbst unzertrennlich sind, hervor.
Honoré Gabriel de Riquieti Graf von Mirabeau
Die guten Freunde vergessen uns schnell, die haben nächstens wieder einen guten Freund, und deshalb ist es am besten, man sieht sich beizeiten um Feinde um; die behalten uns immer im Gedächtnisse und sagen uns die rühmenswertesten schlechten Eigenschaften nach, wenn wir uns deren schon längst nicht mehr erfreuen.
Daniel Spitzer
Der Intelligenzgrad ist abhängig von der Entwicklung des Zeitsinnes, und der Entwicklungsgrad des Zeitsinnes bestimmt die biologische Stufe eines Wesens und ist identisch mit dem Entwicklungsgrad der Vernunft.
Carl du Prel
Die ewige Grundlage alles Rechts ist die Gleichheit.
Johann Gottfried Seume
Der Gegenwart entflieht, wer unter die Bauern geht. Der Bauer und die Gegenwart liegen in einem gesunden ewigen Streit, und über der Natur und den Sternen schwebt eine unverwelkliche Zeit, die nichts von der schalen Gegenwart weiß.
Hugo von Hofmannsthal
Habt keine Angst vor der Welt; sie kann höchstens uns töten!
Christoph Blumhardt d. J.
Jedes große Talent ist im allgemeinen ein Gegenstand des Hasses.
Claude-Adrien Helvetius
Das Brot, das ihr verderben laßt, ist das Brot der Hungernden.
Basilius der Große
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