Zitate
Die Arbeit ist die Würze des Lebens. Ein Dasein ohne Zweck und Anstrengung ist etwas Elendes. Müßiggang führt zur Erschlaffung, und Erschlaffung zum Überdruß.
Henri-Frédéric Amiel
Die unselige Frühreife meiner Zeit zerstört Leib und Seele.
Karl Julius Weber
Humor ist immer dämonischer Natur; das Reich von Witz, Ironie, Satire, dieser gefallene Engel des Geistes, ist innerhalb des Satanischen beschlossen.
Arthur Schnitzler
Die innere fröhliche Kraft, der Mut des Lebens, die gesunde Entwicklung eines ganzen Daseins ist der echte Besitz.
Henrich Steffens
Der Tod Ich fürchte nicht den Tod, der mich zu nehmen kömmt; Ich fürchte mehr den Tod, der mir die meinen nimmt.
Friedrich Freiherr von Logau
Das ist das einzig Harte hier auf dieser Welt, daß so eine Welt in einem ist, die sich nie offenbaren kann.
Henriette Feuerbach
Die Zeit tötete die Liebe, nicht aber den guten Willen.
Publilius Syrus
Im weichen Grase schläft die Natter; Mit Stürmen droht das Morgenroth, Und heimlich grinsend als Gevatter Bei jeder Taufe steht der Tod.
Henriette Herzfelder
Das Gesetz hat die Menschen niemals gerechter gemacht; im Gegenteil, infolge der Achtung vor dem Gesetz werden gute Menschen zu Vollziehern der Ungerechtigkeit!
Henry David Thoreau
Ich bin es müde, Sklaven zu regieren.
Friedrich II., der Große
Jede andere Kunst verstehst du, sobald sie dir leicht wird; die des Schreibens, wenn sie dir schwer wurde.
Friedrich Hebbel
Die Dichter, das sind die großen Träumer ihres Volkes ... die Träumer seiner Sehnsucht!
Cäsar Otto Hugo Flaischlen
Die Masse der Menschen wird nicht politisch fähig durch den bloßen Ausspruch des Gesetzes, daß sie politisch mündig sei, sondern erst durch verbreitete Bildung des Geistes und mehr noch des Charakters.
Heinrich von Sybel
Es ist besser, zuvorzukommen, als sich zuvorkommen zu lassen.
Friedrich II., der Große
Die Freuden des Privatlebens müßten ins Unendliche erhöht werden dadurch, daß sie oft der Gefahr ausgesetzt würden.
Henri Stendhal
Die Macht der Gewohnheit behauptet sich selbst in den leidenschaftlichsten Augenblicken.
Henri Stendhal
Es gibt im Adel weniger prosaische Seelen als im dritten Stande. Das liegt am Handel; der macht prosaisch.
Henri Stendhal
"Wer immer Gott gegenüber den Mut in sich findet, seine Gnade anzusprechen, der hat sogar dieselbe in ihren wesentlichen Bestandteilen schon empfangen, denn die Ungnade Gottes besteht gerade hauptsächlich in dem ""Gericht der Verstockung"", das dem Frevler ungebrochen und trotzig bis an sein Ende bleiben läßt."
Dante Alighieri
Die Dunkelheit gewisser Maximen ist nur relativ: nicht alles ist dem Hörenden deutlich zu machen, was dem Ausübenden einleuchtet.
Johann Wolfgang von Goethe
Grausamkeit ist nichts als krankes Mitgefühl. Die Macht ist nur deshalb nächst der Liebe das höchste Glück, weil man durch sie sich fähig glaubt, dem Mitgefühl zu gebieten.
Henri Stendhal
Undank ist der Henker aller Tugenden.
Heinrich Martin
Flacilla ließ sich den letzten Zahn ausreißen, Und gleich wohl kann sie noch so unaussprechlich beißen!
Andreas Gryphius
Ja, die bloße Begegnung mit einem Weisen ist förderlich, und selbst wenn er schweigt, kannst du daraus Gewinn ziehen.
Lucius Annaeus Seneca
Der Gedanke richtet die Welt ein, wie der Bittere den verdorbenen Magen: er hat nichts gegen das Organ.
Karl Kraus
Wenn ihr auf das Treiben der Menschen blickt, so könnt ihr beobachten, daß all jene, die zu großem Reichtum oder zu großer Macht gelangten, durch Gewalt und Trug emporgekommen sind. Aber um die schmähliche Art des Erworbenhabens zu vertuschen, adeln sie, was sie durch Gaunerei und Freveltat an sich gerissen, durch die verlogene Bezeichnung »Gewinn«.
Niccoló Machiavelli
Der Eitle empfindet jedes einem andern gespendete Lob als eine Verkürzung der ihm gebührenden Ration.
August Pauly
Verachtung hat eine kalte, stolze Physiognomie; Haß dagegen eine höhnende.
Heinrich Martin
Wer der Sclave seines eigenen Daseins ist, nie aus sich herauszutreten wagt, um mit klarem Auge die Erscheinungen auch außer sich zu erfassen, erhält nie einen festen, umfassenden Blick und Genuß vom Dasein. – Er befindet sich in der Welt und unter Menschen, ohne eigentlich mit ihnen zu leben.
Heinrich Martin
Wo können wir uns wohl dem Schöpfer näher wähnen, Als wenn der Schöpfung Pracht hervorruft Wonnentränen?
Heinrich Martin
Glückwunsch: Ich gratuliere, Stax, denn ewig wirst du leben; Wer keinen Geist besitzt, hat keinen aufzugeben.
Heinrich von Kleist
Es ist nicht immer möglich, im Leben sich so kinderrein zu halten, wie's uns die Stimme lehrt im Innersten.
Friedrich von Schiller
Wer seine Stärke in Jehova hat, sieht der ganzen Welt Ohnmacht und Schwäche und ist darum freundlich und nachgiebig gegen jedermann. Aus Kraftbewußtsein.
Heinrich Lhotzky
Die Eifersucht hat zum Geleit Stets alle Furien der Angst und Schmerzen; Ihr Kampfplatz ist in dem gequälten Herzen; Zerstörung folgt dem wilden Streit.
Heinrich Martin
Es kennzeichnet den Unerfahrenen, daß er nicht an glückliche Zufälle glaubt.
Joseph Conrad
Eifersucht hat alle Furien in ihrem Gefolge; ihr Kampfplatz ist das gequälte Herz.
Heinrich Martin
Es gibt keine peinvollere Lage, als durch Lebensstellung begrenzte Lebenskraft und Hemmung nützlicher Tätigkeit, da, wo das Herz von tiefer Gefühlswärme belebt ist und der grollende Geist unsere zum Schlendrian, zum Hofedienst verurteilte Männlichkeit verhöhnt.
Heinrich Martin
Klugheit läßt sich nicht erlernen; sie ist angeborene Treffsicherheit des Geistes.
Heinrich Martin
In der Tat bildet sich eine neue unkirchliche unchristliche Religiosität. Sie hat kein Dogma und ist in keine Formel zu bringen.
Carl von Ossietzky
Es scheint bemerkenswert, daß die Verkünder falscher Lehren schon immer der Heiterkeit abgeneigt waren, und stets Ernsthaftigkeit zu empfehlen beginnen, wenn sie Lüge verbreiten wollen.
Oliver Goldsmith
Man darf die Hoffnung, selbst an der Grenze der Verzweiflung nicht sinken lassen, mag sie uns auch noch so oft verhöhnt, geäfft und sich schnöde von uns gewendet haben.
Heinrich Martin
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