Zitate
Es ist etwas Schönes, vor dem Tode schon Abschluss mit dem Leben zu halten und dann mit Seelenruhe die weitere Zeit des Lebens abzuwarten.
Lucius Annaeus Seneca
Was Brüder trennt, ist erstlich Liebeseifersucht Und zweitens Zank um Geld und Gut.
Euripides
Zur Wahrheit bringt jedwedes Ding die Zeit, die alldurchdringende.
Euripides
Halte Wort, was Du versprochen, Eh' Du sprichst, beherrsche Dich. Schnell ist wohl ein Wort gesprochen, Das gebroch'ne rächet sich.
Heinrich Martin
Die Jugend ist die Zeit der Freude, mag sie genießen, soviel sie kann. Zum Leiden findet sie immer später noch Raum im Leben und es bleibt nicht aus. Aber gerade darum muß man uns schon in der Jugend unseren Anteil an den Leiden nicht nehmen, wir lernen sonst nicht, sie zu ertragen, wie wir sollen.
Fanny Lewald
Erfahrung bleibt die beste Wünschelrute.
Johann Wolfgang von Goethe
Arbeiten heißt, das Leben mit einem ständigen Inhalt von Freuden zu füllen.
Clara Eysell-Kilburger
Es eignet jedem unwissenschaftlichen Streit, die reine und ruhige Sprache der Wissenschaft zu trüben und zu stören durch leidenschaftliche, gehässige, grobe Wendungen.
Felix Dahn
Der waffenlose Sieg des Mönches Gregors VII. über Heinrich IV. hat mehr Anrecht auf die Bewunderung der Welt als alle Siege eines Alexanders, Cäsars oder Napoleon. Die Schlachten, welche die Päpste des Mittelalters schlugen, wurden nicht durch Eisen und Blei, sondern durch moralische Macht erkämpft, und die Anwendung so feiner und geistiger Mittel ist es, welche das Mittelalter weit über unsere Zeit erhebt. Ein Napoleon erscheint einem Gregor gegenüber nur als Barbar.
Ferdinand Gregorovius
Bücher sollen wie Handlungen und Gesinnungen für sich selber reden.
Adolf von Wilbrandt
Die Erfindung des Geldes ist der erste Meilenstein auf dem Wege zur Zivilisation, sie bewies indirekt, was bisher nur gefühlt wurde, daß alles Menschliche einen Wertmesser hat, so Liebe und Barmherzigkeit, wie Lohn und Strafe und jeder Austausch.
Paul Lanzky
Die Heimat Ist also wohl das Teuerste, was Menschen besitzen!
Euripides
Es ist traurig anzusehen, wie ein außerordentlicher Mensch sich gar oft mit sich selbst, seinen Umständen, seiner Zeit herumwürgt, ohne auf einen grünen Zweig zu kommen. Trauriges Beispiel: Bürger.
Johann Wolfgang von Goethe
Ich glaube, daß sie (die Bibel) Gottes Wort enthält, aber nur so, wie es uns durch Menschen, die, wenn auch die heiligsten, doch der Sünde und dem Mißverständnis unterworfen waren, hat übermacht und mitgeteilt werden können.
Otto Eduard Leopold Fürst von Bismarck
Autorität, nicht Majorität!
Friedrich Julius Stahl
Sieh dir ein gut beschicktes Trabrennen an. Und du wirst merken, worauf's ankommt.
Christian Morgenstern
Nichts übt größere Macht auf, als der Drang der Not.
Euripides
Es kann sich kein Sperling in Wolkenhöhe behaupten; und wenn ihn ein Adler hinauftrüge, er strebte wieder hinunter, wo ihm das Pferd seinen unverdauten Hafer hinterlassen hat.
August Pauly
Fliehe zweier Menschen verdächtigen Umgang: Der Freunde deiner Feinde, der Feinde deiner Freunde.
Unbekannt
Und jeden Sterblichen beneid' ich, der Ein unbekanntes, unberühmtes Leben Frei von Gefahren lebt. Weit weniger Beneid' ich den, den hohe Würden krönen.
Euripides
Wer stehlen will, und zwar bei Nacht, Braucht eine Diebslaterne.
Wilhelm Busch
Laßt Toren streiten, welche Verfassung die beste sei; wo am besten regiert wird, ist die Verfassung die beste.
Alexander Pope
Man sollte nie mit jemandem disputieren, der sich nicht auf gleichem Niveau mit einem befindet. Wie kann man mit einem Menschen fechten, dem man das Fechten erst beibringen, ja das Schwert erst schmieden soll.
Friedrich Hebbel
Du kannst einen Menschen daran hindern, zu stehlen, aber nicht daran, ein Dieb zu sein.
Arthur Schnitzler
Nichts geschieht ohne den Willen des Allmächtigen. Entweder läßt er zu, daß es geschehe, oder er tut es selbst.
Augustinus Aurelius
Der starke, die ganze Zukunft umfassende Glaube an das eigene Können ist zugleich ein Glaube an das Sollen und das Müssen; denn noch heute ist es wahr, daß der rechte Glaube, der Glaube an die eigene Kraft, Berge versetzen und Wunder thun kann, je nach dem Maß der eigenen Kraft. – Nehmt einem arbeitenden Menschen den Glauben an sich selbst, und er wird ohnmächtig vor euch stehen wie Simson, den man seines Lockenschmuckes beraubte.
Fanny Lewald
Wenn die Befehle zu häufig sind, so werden sie nicht mehr gehört.
Lü Bu We
Ordnung ist die Hebestange der Arbeit, welche mit Leichtigkeit die schwersten Lasten hebt.
Esaias Tegnér
Ich hätte viele Unglücksfälle vermieden, wenn ich bei meiner ersten Eingebung geblieben wäre! Indem ich der andern folgte, ging alles fehl!
Napoleon I. Bonaparte
Der Schmerz der Entsagung heiligt die Seele.
Eugenie Marlitt
Ungerechtfertigtes Lob kann Schwache gefährden, ungerechter Tadel auch Starke vom rechen Weg ableiten.
Georg Moritz Ebers
Gesundheit ist nichts anderes als Schönheit, Sittlichkeit und Wahrheit.
Ernst Freiherr von Feuchtersleben
Wolltest du in einer Gesellschaft etwas mitteilen und wurdest dabei zufällig unterbrochen, so sorge, daß man nicht vergißt, auf dein Vorhaben wieder zurückzukommen. Wie einmal die Welt ist, macht sie aus deiner Bescheidenheit Unbedeutendheit.
Karl Ferdinand Gutzkow
Philosophie ist nicht ohne Kälte denkbar. Wer nicht grausam gegen das eigene Gefühl sein kann, philosophiere nicht.
Ernst Freiherr von Feuchtersleben
Vor der Einseitigkeit des eigenen Individuums beständig auf der Hut sein, das ist die ewige Jugend.
Ernst Freiherr von Feuchtersleben
Die wahrsten Empfindungen sind immer die allernatürlichsten, auch in der Religion. Denn es gibt auch in der Religion Kurzweil und Ernst.
Matthias Claudius
Kann zu viel geredet, geschrieben, gebetet und getan werden, gegen den Krieg und für den Frieden? Gibt es denn einen größeren Wohltäter der Menschheit als den Friedensstifter.
Ernst Friedrich Gottschalk
Der Duldmut der Frauen ist stärker als der der Männer.
Johannes Scherr
Es ist doch bedauerlich, daß die Menschen so viele gute Sachen verwerfen, nur weil sie ungesund sind.
Mark Twain
Ich halte mich nicht für infallibel und gebe zu, daß ich manchen Fehler gemacht habe. Mein Glück war aber, daß die Gegner stets noch größere begingen.
Otto Eduard Leopold Fürst von Bismarck
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